Intuitiv entscheiden?

Intuitiv entscheiden? 1

Inhaltsverzeichnis

Achte bei der nächsten Entscheidung, die auf Dich zu kommt auf Deinen allerersten Gedanken/Impuls, dein erstes Gefühl.

Wie entgehst Du dann der Falle, die Entscheidung ständig zu hinterfragen und wie unterscheidest Du echte Intuition von Manipulation bzw. erzeugtem Gefühl „ja, das ist das richtige?“.

Ich betone noch einmal, dass es wichtig ist bei Entscheidungen Gehirn, Logik, Ratio UND Intuition, Bauchgefühl zu nutzen. Eines von beiden wäre unsinnig. Denn selbst wenn wir rein intuitiv entscheiden wird unser Gehirn damit beschäftigt sein Gründe zu finden weshalb diese Entscheidung richtig ist.

Um eine Entscheidung zu treffen, geh wie folgt vor:

  1. Schreibe auf, weshalb es eine Entscheidung braucht. Was ist der Grund dafür?
  2. Überlege Dir welches Ziel Du gern erreichen möchtest bzw. wie Du Dich in Zukunft fühlen möchtest. Schreib es auf.
  3. Stelle Dir die Frage der Entscheidung. Z.B.: „Soll ich die neue Arbeitsstelle annehmen oder nicht?“. Es ist wichtig, dass Du die Frage klar und eindeutig formulierst! Eine Frage, die mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten ist, nimmt der Entscheidung die erste Komplexität.
    Das bedeutet auch, dass Du im Vorfeld andere Möglichkeiten aussortieren solltest! Hier kannst Du nach einem einfach Ausschlussverfahren durch gehen, bis nur noch 2 Möglichkeiten übrig bleiben.
  4. Achte auf Deinen ersten Impuls. Ist er „ja“ oder „nein“? Notiere Dir diesen Impuls. Wenn Du Dir unsicher bist, dann kannst Du auch den Trick mit der Münze anwenden: nimm eine Münze. Weise der Zahl „ja“ zu und dem Symbol „nein“. Dann stelle die Frage, wirf die Münze und achte dann auf Dein Gefühl: hättest Du Dir die andere Seite gewünscht? Dann schreib Dir auf, welche Seite Du gerne gehabt hättest bzw. die Antwort die der gewünschten Seite entspricht.
  5. eine weitere Möglichkeit oder Alternative zu Punkt 4:
    • Schreibe die beiden Möglichkeiten auf jeweils ein Blatt Papier:
      Blatt 1: Job wechseln,
      Blatt 2: Stelle behalten.
    • Lege die beiden Blätter auf den Boden. Dann stelle Dich auf das erste Blatt Papier „Job wechseln“ und stelle Dir vor, wie das sein wird. Welche Gedanken kommen Dir dazu? Wie fühlt sich das an? Wie wird das mit den Kollegen sein? Was bedeutet es für Dich privat?
      Usw. versuche, dir die Situation so gut es geht so vorzustellen, als wäre sie echt.
      Dann mache das selbe mit dem zweiten Blatt.
    • Stelle Dich wieder vor beide Blätter hin und hinterfrage wie Du Dich auf dem jeweiligen Blatt, also in der jeweiligen Situation gefühlt hast. Was hat sich besser angefühlt?
  6. Dann geh die Fakten der beiden Möglichkeiten „Job wechseln“ oder „die selbe Stelle behalten“ durch. Bezieh die Erkenntnisse aus Punkt 5 mit ein, falls Du diese Übung gemacht hast.
  7. Stelle Dir zu jeder Variante die Frage: „was wäre das schlimmste, das passieren könnte?“ Schreib die Antworten auf!
  8. Überprüfe welche Fakten dem Ziel entsprechen.
  9. Entscheide Dich. Zack bumm.
  10. Schreibe auf: „ich habe diese Entscheidung heute in bestem Wissen und Gewissen getroffen“.

Mit dieser Vorgehensweise entkommst Du normalerweise auch den erzeugten Gefühlen durch andere oder gar einer Manipulation. Denn hier gehst Du einen sinnvollen Prozess durch, bei dem Du Dich ganz auf Dich konzentrierst. Du kannst übrigens auch jemanden bitten, der Dich dabei unterstützt und Dir ggf. zusätzliche offene Fragen stellt. Achte jedoch darauf, dass dein Helfer neutral ist und den Sinn der Sache versteht!

Entscheidung ständig hinterfragen?

Entscheidungen ständig zu hinterfragen ist ehrlicherweise eine Gewohnheit, die sich aus innerer Unsicherheit entwickelt hat. Die Aufgabe besteht also darin, eine neue Gewohnheit zu lernen. Bis man eine neue Gewohnheit gelernt hat, dauert es laut Experten bis zu 33 Tage. Es heißt also: dran bleiben! Um innere Unsicherheit los zu werden und zu Selbstsicherheit zu kommen, kannst Du auch diesen Artikel Selbstsicherheit stärken 5 wichtige Tipps lesen.

Das machst Du in Zukunft, wenn Du eine getroffene Entscheidung anzweifelst:

  1. Nimm Dir deinen Aufschrieb der Entscheidungsfindung her.
  2. Lies es schnell durch. Schließe dann wieder mit dem Gefühl, dass Du diese Entscheidung mit bestem Wissen und Gewissen getroffen hast. Stellt sich Ruhe ein? Wenn ja, ist alles prima. Wenn nein, dann geh zum nächsten Punkt:
  3. Stelle Dir die Frage, was Dich zum Zweifeln bringt. Gibt es neue Erkenntnisse? Gibt es ein anderes Gefühl? Hat sich Dein Ziel verändert? Du kannst auch das Worksheet noch einmal neu durch gehen und beobachten, was sich zum ersten Mal verändert.
  4. Extrahiere die Punkte, die Unterschiede. Was weißt Du jetzt, was Du vorher nicht wusstest? Was genau hat sich verändert? Warum hat sich etwas verändert? Was kannst Du daraus lernen? Was davon kannst Du auf eine nächste Entscheidung übertragen? Was kannst Du jetzt sinnvoller Weise als nächstes tun?
  5. Lege konkrete nächste Schritte fest.

Du entscheidest nie absichtlich falsch!

Wir entscheiden immer bestmöglich und mit bestem Wissen und Gewissen, mit den uns zu diesem
Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen! Dass Du im Nachgang andere Informationen hast, ist völlig normal! Das geht gar nicht anders!

 

Aaaaaaalso: wenn Du eine Entscheidung treffen musst, dann nimm wahr, was der erste Gedanke, dein erstes Gefühl ist.
Gib dann Deinem Hirn die Aufgabe genau das in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen. Erarbeite dann die Lösung und frage gegebenenfalls nochmal Deine Intuition ob das so passt.

 

 

Triff eine Entscheidung und bereue sie nicht!
Jede Entscheidung hast Du zum entsprechenden Zeitpunkt nach bestem Wissen und Gewissen getroffen!

Intuitiv entscheiden ist das, was uns am häufigsten „passiert“. Jeden Tag treffen wir 100te von Entscheidungen, von klein bis groß. Begonnen mit der Frage „was zieh ich heute an?“. Als Eltern treffen wir zig Entscheidungen für bzw. im
Namen unserer Kinder. Als Tierbesitzer treffen wir ständig Entscheidungen für unsere Tiere.
Sicher hinterfragen wir nicht bei jeder Entscheidung, ob das jetzt die richtige war aber es gibt einige Entscheidungen, da wollen wir schon sicher sein, dass es die richtige ist.
Aus der Hirnforschung weiß man ja bereits, dass unsere Intuition / Bauchgefühl / Unterbewusstsein innerhalb von Millisekunden die Antwort auf eine Frage bzw. eine Entscheidung kennt. Sie stellt unsere „höhere Intelligenz“ dar.
Unser Gehirn ist es dann, das sämtliche Alternativen und Risiken abwägt.
Um also Intuition bewusst zu nutzen, solltest Du bei Entscheidungen sehr genau auf Deine allerersten Gedanken und Gefühle zu einer Entscheidung/Frage achten. Genau diese sind sehr wichtig! Sie geben Dir wertvolle Hinweise! Es lohnt sich unbedingt, diese Gedanken näher zu betrachten und nicht einfach als „fixe Idee“ beiseite zu schieben.

 

 

Jeder erste Impuls zählt!

Übe Dich darin, diese ersten Impulse bewusst wahrzunehmen und diese dann in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. Intuitiv entscheiden heißt nicht kopflos, sondern intelligent zu entscheiden!
In Bezug auf Entscheidungen passiert es auch häufig, dass man sich fragt „war das wirklich richtig?“ oder im Nachgang denkt man sich „hätte ich das nur anders gemacht.“
Das kann entweder ein Hinweis darauf sein, dass Du eben nicht intuitiv entschieden hast, sondern nur mit dem Kopf oder (und?) Du bist einfach grundsätzlich jemand, der alles hinterfragt und 100x dreht und wendet.
Fakt ist, dass Dein rationaler Verstand nicht alles erfassen kann, was für eine gute Entscheidung benötigt wird. Allerdings sage ich auch nicht, dass nur die Intuition zu beachten ist! Es geht um das Verbinden von Intuition / Bauchgefühl / Unterbewusstsein und Kopf / Gehirn / Ratio / Bewusstsein.
Wir brauchen beides! Das eine ist ohne das andere aufgeschmissen.
Der Kopf soll lernen, dass er eine wichtige Information von der Intuition erhält und dann die Aufgabe hat, diese Information zu verarbeiten. Der Kopf soll lernen, dass er die Intuition fragen kann weil sie diejenige ist, die „alles weiß“. Der Kopf ist die Intelligenz, die dann eine Lösung zusammen baut und zur Umsetzung bringt. Du siehst: das eine kann nicht ohne das andere!
Wenn Du Gedankenschleifen wie „was, wenn ich das alles anders gemacht hätte?“, „hätte ich doch nur anders entschieden, dann wäre…“ kennst, dann möchte ich Dir sagen, dass Du diese Art von Grübeln sein lassen solltest.
Es ist ok, eine Entscheidung im Nachgang nochmal zu analysieren und gegebenenfalls aus Fehlern zu lernen. Total wichtig und sinnvoll! Dann ist aber auch gut!

 

Hier gleangst Du zum vorherigen Thema der Reihe „5 Übungen, um Intuition zu lernen“: Iss worauf Du Bock hast!

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