Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt – 7 Anregungen zur inneren Einstellung.

Durch „Zufall“ – ich sage ja immer: „das Fällige fällt zu“ – habe ich vor etwa 10 Jahren bei meiner Mutter ein Selbstlerner-Programm von Bob Proctor gefunden. 12 CDs waren darin und ich nahm sie spontan einfach mit. Ich habe diese 12 CDs zu einer Zeit gefunden, in der es mir ziemlich mies ging. Meine langjährige Beziehung war erst seit kurzem zu Ende (ich wurde verlassen wegen einer anderen). Da mein Selbstwertgefühl zu dieser Zeit gaaaaaaanz weit unten war – sowieso schon, war das dann sozusagen der „KO-Schlag“.
Ich war ziemlich gefangen in meiner eigenen Welt und wusste wirklich überhaupt nichts mit mir anzufangen. Die Arbeit, meine Pferde und mein Hund gaben mir jedoch Halt.

Diese 12 CDs, dieses Programm von Bob Proctor öffneten mir die Augen und ich habe mich langsam verändert. Wie dieses Programm auch auf mein Selbstvertrauen eingewirkt hat, habe ich in einem anderen Artikel geschrieben.

Was war es jetzt, das mich so absolut faszinierte an diesem Programm?
Es ging zu aller erst um die innere Einstellung.
Bob erklärte, dass es verschiedene „Weltmodelle“ gibt. Jeder Mensch lebt sozusagen in seiner ganz eigenen Welt. Jeder hat seine ganz eigene Weltanschauung, Überzeugungen, Erfahrungen, Familie und Erziehung. Das bedeutet also, dass wir nicht neutral und objektiv in die Welt schauen, sondern jeder schaut aus anderen Augen in diese Welt. Wir schauen sozusagen mit unserer inneren Einstellung auf bzw. in dieser Welt umher.

Bitte sage mir, was Dir als erstes in den Sinn kommt, wenn ich Dich frage:

„Wie würdest Du mir die Welt beschreiben?“

Behalte Dir bitte Deine Antwort. Was denkst Du, wenn Du an „die Welt“ denkst?

Wenn ich ein und dieselbe Frage an 10 verschiedene Personen stelle, dann erhalte ich 10 verschiedene Antworten:

  1. Die Zeitung „die Welt“
  2. Der blaue Planet
  3. Hier leben wir
  4. Mutter Erde
  5. Ein Planet
  6. Der einzige Planet, auf dem es Leben gibt
  7. Besteht zu 71% aus Wasser
  8. Globalisierung
  9. Weltmeere
  10. Weltreise

Wenn Du dieses Bild hier betrachtest:

Innere Einstellung

Wird Dir ein Gedanke, ein Gefühl oder vielleicht eine Erinnerung in den Sinn kommen. Jemand anderes, der dieses Bild betrachtet wird wieder etwas völlig anderes damit verbinden. Dem einen wird das Graffiti rechts sofort auffallen, ein anderer sieht es gar nicht.

Mit diesen beiden Beispielen möchte ich Dir verdeutlichen, dass jeder von uns mit anderen Augen, ich sage auch oft „mit einer anderen Brille“ durch die Welt läuft. Je nachdem, welche innere Einstellung wir haben, tragen wir eine andere Brille auf der Nase.






Weitere Beispiele, die die Bedeutung der inneren Einstellung verdeutlichen soll:

Stell Dir vor, du gehst Du gehst mit einer Freundin durch die Stadt, die gerade Schwanger ist:
Deine Freundin wird „überall“ Schwangere, Babies und kleine Kinder sehen. Die ganze Stadt wird voll sein mit dieser Gruppe von Menschen. Dir hingegen werden diese Menschen vielleicht gar nicht auffallen, weil das für Dich momentan kein Thema ist.

Stell Dir jetzt vor, du gehst mit einer Freundin durch die Stadt, die gerade frisch getrennt ist:
Sie wird überall glückliche Paare sehen, Menschen die Händchen halten, die sich Küssen usw.

Auch witzig finde ich immer, wenn man sich z.B. mit dem Autokauf beschäftigt und eine bestimmte Marke oder Modell im Kopf hat. Man sieht überall nur noch dieses Auto in allen Farben. Sobald das Thema dann abgehakt ist, fallen sie nicht mehr auf.
Auch an diesem Beispiel zeigt sich, dass wir von innen heraus bestimmen können, was wir wahrnehmen.

Die innere Einstellung macht die Welt „voll davon“

Ich bin mir sicher, Du kennst diesen Effekt. Je nachdem mit was wir uns beschäftigen und worauf wir uns also konzentrieren erscheint uns die Welt „voll damit“. Alles andere nehmen wir nicht wahr. Im NLP sagt man, diese Dinge werden „getilgt“. Diese Fähigkeit ist grundsätzlich sehr wichtig für uns, weil wir sonst viel zu viel wahrnehmen würden. Unser Gehirn vollbringt hier eine tolle Leistung, in dem es und nur das wahrnehmen lässt, das scheinbar relevant ist aktuell.

Was relevant ist und was nicht, entscheidet unser Gehirn in Verbindung mit unserer Intuition. Unser Gefühl steuert uns in dieser Hinsicht dann sehr stark. Unsere innere Einstellung ist sozusagen die Einstellung unserer inneren Kamera. Auf was fokussieren wir unsere Kamera?

Ich bitte Dich, einmal zu überlegen, auf was Deine innere Kamera gerade eingestellt ist.

Worauf richtest Du aktuell Deinen Fokus?

Was ebenso wichtig für mich war, war zu verstehen, dass eben jeder einzelne Mensch von uns eine völlig andere innere Einstellung hat. Wie diese innere Einstellung aussieht, können wir oft nicht direkt sehen. Wenn wir uns also mit jemandem unterhalten, dann wissen wir aktuell nicht, worauf seine innere Einstellung fokussiert ist.

Innere Einstellung und das Spiel, „Ich sehe was, was Du nicht siehst“

Ich habe geübt, meinen Fokus zu verändern. Das geht letztendlich genau wie das Spiel, das wir sicher alle als Kind gespielt haben: „ich sehe was, was Du nicht siehst“. Erst nimmt man z.B. alle blauen Dinge in den Fokus, dann alle grünen Dinge und so weiter.
Und so können wir das auch in unserem Leben tun! Wir können ganz bewusst wählen, auf was wir unseren Fokus einstellen wollen. Was wir sehen wollen. Unsere Intuition wird dann etwas wunderbares daraus machen. Sie sorgt dann dafür, dass wir automatisch das sehen und wahrnehmen, welches zu diesem Fokus passt. Dadurch nehmen wir dann die Dinge wahr, die zum Beispiel genau zu dem passen, was wir erreichen wollen. Allerdings nehmen auch genau die Dinge war, die wir schlecht finden und die uns belasten.


Intuition und Gehirn bewusst für die innere Einstellung nutzen

Ich sage ja immer, es geht darum die Intuition und das Gehirn sinnvoll und bewusst einzusetzen. Gerade beim Thema innere Einstellung ist das absolut notwendig!
Erst brauchen wir unser Gehirn, das analysiert und feststellt wie unsere innere Einstellung aktuell ist. Dann ist es auch Aufgabe unseres großartigen Gehirns die innere Kamera neu einzustellen. Sobald die innere Einstellung dann gemacht ist, ist unsere Intuition gefragt.

Die innere Einstellung für Wunscherfüllung und Zielerreichung nutzen

Wenn Du also einen Wunsch hast oder ein Ziel hast, dann mach doch mal folgendes. Stell Deine innere Kamera darauf ein, Menschen zu sehen, die haben was Du willst oder die erreicht haben, was Du erreichen willst. Das musst Du bewusst machen. Dann ist die Intuition dran. Denn sie sorgt unbewusst dafür, dass Du genau das wahrnimmst, welches zu Deinem Wunsch passt. Die Intuition ist sozusagen die, die das Gehirn genau das sehen lässt, was es sehen soll.

Hier habe ich Dir noch ein paar konkrete Dinge, die beachtet werden können, wenn Du etwas haben oder erreichen möchtest, das ein anderer schon geschafft hat:
Tu Dir selbst den Gefallen und schau auf diese Menschen mit der inneren Einstellung „cool, wie hat sie/er das gemacht?“. Und dann geh einen Schritt weiter und sprich mit diesen Menschen. Menschen sind normalerweise offen und freuen sich über Wertschätzung dessen, was sie erreicht haben. Sie teilen dann auch gerne, wie sie das gemacht haben. Je besser Deine Fragen sind und je besser Du hin hörst umso mehr wirst Du lernen und für Dich anwenden können.

Wenn Du niemanden kennst, der geschafft hat, was Du schaffen möchtest, dann überlege Dir wer hat das schon geschafft? Mache Menschen ausfindig und recherchiere, dann frage sie.

Je mehr Du Dich hier mit dem „wer“ und „wie“ haben die das gemacht beschäftigst, umso stärker werden dein Gehirn und deine Intuition darum bemüht sein alles in Dein Leben zu holen bzw. Dir zu zeigen, was diesen Wunsch in Erfüllung gehen lässt. Das ist dann die Anwendung des Gesetzes der Resonanz. 1. Innere Einstellung wählen, 2. Intuition und Gehirn ihre Arbeit machen lassen èGesetz der Resonanz anwenden und 3.  Nutzen und ergreifen, der Chancen die da in Dein Leben kommen.

Ein weiterer, mir wichtiger Punkt, soll unbedingt noch angesprochen werden. Das ist nämlich die Fragen nach dem „warum willst Du das erreichen oder haben?“. Es ist wichtig dieses warum zu kennen, also das echte und nicht ein vermeintliches oder gar vorgeschobenes. Doch zum warum schreibe ich ein ander Mal J

Ich fasse noch einmal zusammen:

  1. Jeder Mensch lebt in seiner eigenen Welt oder anders ausgedrückt: jeder Mensch hat eine andere innere Einstellung und trägt damit eine andere Brille durch die er die Welt betrachtet
  2. Du kannst entscheiden, wie Deine innere Einstellung aussieht und wie Du die Welt betrachten möchtest. Immer das halbleere Glas sehen? Hast Du die innere Einstellung, die Dir an jeder Straßenecke Chancen zeigt? Hast Du die innere Einstellung, die dir glückliche Menschen zeigt und dich aufbaut?
  3. Du kannst auch versuchen die Welt so gut wie nur möglich so zu sehen, wie es Deine Mitmenschen tun. Versuche also deren innere Einstellung einzunehmen und zu sehen, was sie sehen. Das hilft und verbessert das Verständnis für Reaktionen und Aktionen anderer. Gerade in Zeiten wie diesen – Corona – ist das extrem wichtig wie ich finde.

Durch das Verständnis der eigenen inneren Einstellung weg vom Konsumenten und hin zum aktiv Entscheidenden, Selbstverantwortung tragenden Menschen.

Mir liegt viel daran, dass wir Menschen weg vom reinen „Konsumenten“ hin zum selbst und kritisch (auch selbstkritisch) denkenden Menschen kommen. Wir sollten bereit sein andere Sichtweisen und Standpunkte zu betrachten, sie wertzuschätzen und dann für uns zu bewerten. Wir müssen nicht immer einer Meinung sein, doch wir sollten lernen mit Respekt und Achtung andere „Welten“ am Leben zu lassen. Es ist wichtig zu verstehen, dass meine innere Einstellung nur MEINE ist und nicht die von ALLEN!

Jeder einen guten Grund, die Welt so zu sehen wie er sie sieht. Wenn Du jetzt in Deiner Persönlichkeitsentwicklung vorankommen möchtest, dann ist es wichtig bewusst zu entscheiden was Du mit einer Information tust. Regst Du Dich auf? Lässt Du Dich in emotionale Tiefen stürzen oder nimmst Du das Ruder in die Hand und legst fest in welche Richtung es geht?
Hier geht es auch um die innere Einstellung im Umgang mit Problemen! Ist Deine innere Kamera auf Lösungsfindung eingestellt oder ist sie eingestellt auf jammern?

Konsumierst Du noch oder ruderst Du schon? Die innere Einstellung wählen = Rudern.

Übrigens können wir auch selbst darüber entscheiden, was und wie wir konsumieren. Was und welche Nachrichten schauen wir uns an? Mit welchen Menschen unterhalten wir uns und über was?

Wenn Du bis hierher gelesen hast und bei dem meisten innerlich zustimmen kannst, dann habe ich jetzt noch eine wirklich wichtige Bitte an Dich:

Bitte, handle auch danach und denke es nicht nur!

Das Nachdenken ist zwar der erste wichtige Schritt, doch viel viel viel viel wichtiger ist, das auch zu tun! Ich kenne zu viele Menschen, die immer schnell zustimmen und meine Meinung bestätigen – doch verändern und danach Leben tun sie nicht.

Sei kongruent. Achte darauf, dass Deine Gedanken und Taten übereinstimmen.

Alltagssituationen und einige Anregungen für Dich:

  1. Wenn Du Dir schwer tust, Deine innere Einstellung zu verändern, dann fange mit der äußeren an. Schaffe Ordnung zu Hause. Schaffe sie dort, wo Du schon ewig „mal ran“ wolltest. Schaffe Ordnung in den Räumen, in denen Du Dich die meiste Zeit aufhältst. Schaffe Ordnung und frage Dich:
    „was ich da in der Hand halte, macht mich das glücklich?“. Wenn die Antwort „Ja“ ist, dann behalte es und finde einen guten Platz dafür. Lautet die Antwort „nein“, dann gib es weg oder wirf es in den Müll.
    Äußere Klarheit und Veränderung hilft auch Veränderung im inneren zu erreichen.
  2. Betrachte die Menschen, mit denen Du am meisten Zeit verbringst. Welche innere Einstellung haben sie? Sind das Glas-halb-leer oder Glas-halb-voll-Typen? Triff Dich ganz bewusst VIEL mehr mit den Glas-halb-voll-Menschen! Denn das wirkt ansteckend und Du wirst Dir leichter tun auch Deine innere Einstellung ins positive zu verändern bzw. im positiven zu halten.
  3. Lerne, mit Dir alleine klar zu kommen. Die innere Einstellung prüfen und neu justieren passiert eher alleine. Denn anfangs – solange das noch nicht Deine Standard-Auto-Einstellung ist, ist das noch schwer und muss ständig geprüft und wieder ausgerichtet werden.
    Außerdem ist es wichtig, dass wir uns selbst genügen. Auch allein sein, will gelernt sein!
  4. Durch das Programm von Bob Proctor, durch das ich verstanden habe, dass ich die Welt so sehen kann wie ich will, ging eine Tür auf die der Knaller war!
    Ich habe meine innere Einstellung und damit Sichtweise auf die Dinge folgendermaßen verändert:
    Wenn ich irgendwo hin gegangen bin, dann war ich einfach präsent. WOOOM. Ich war da. Im Hier und Jetzt. Meine innere Einstellung war positiv und auf nette Menschen eingestellt.
    Ich hab andere Leute angequatscht und war neugierig darauf, wie sie wohl reagieren. (Das habe ich mich zuvor NIE und NIMMER getraut! Ich wäre lieber im Boden versunken vor lauter Scheu). Dadurch habe ich die Erfahrung gemacht, dass die meisten total froh sind angesprochen zu werden. Sie haben sich über das Interesse, das ich an ihnen hatte gefreut und als Wertschätzung aufgefasst.
    Und seien wir mal ehrlich: wenn wir mal von uns ausgehen, dann ist es doch total nett wenn uns jemand mit ehrlichem Interesse und gar noch humorvoll anspricht, oder?
  5. Ich habe gelernt, dass ich auch ganz cool sein kann. Das hat mir unglaublich dabei geholfen, mich selbst auch immer „cooler“ zu finden und mich selbst zu mögen. Ich habe sozusagen durch die Reaktionen anderer (die ich natürlich dadurch produziert habe, dass ich in bestimmter Weise auf die Leute zugegangen bin) gelernt, dass ich doch ganz in Ordnung sein muss. Es hilft ungemein, die innere Einstellung auf „Ich tu jetzt mal so als ob“ einzustellen und dann in eine Art Rolle zu schlüpfen. Die Rolle wäre dann „ich mal so, als bin ich ich. Echt ich.“ Oder „Ich tu mal so als wäre ich ein Mensch mit richtig viel Selbstvertrauen“. Und dann verhalte Dich so.

    Ich habe irgendwann kapiert, dass Schwächen oder auch Pannen total sympathisch sind. Dass Fehler total sympathisch sind, wenn man richtig und offen damit umgeht. Denn jeder Mensch hat Fehler. Kein einziger Mensch ist perfekt! Weder der Millionär, noch der vermeintlich erfolgreiche Geschäftsmann, noch der Superstar! Kein Mensch hat einfach alles! Jeder hat sein Päckchen zu tragen und daher konnte ich völlig entspannt auch damit umgehen, dass ich Päckchen und Pakete hab die ich rum schleppe. Coolerweise hab ich dann mit der Zeit auch gelernt diese Päckchen zurück zu geben oder einfach aufzulösen. Dazu aber vielleicht mal wann anders mehr.

    Ich habe mich alleine auf Veranstaltungen begeben und dann einfach ausprobiert. Da die Reaktionen total positiv waren hat mich das darin bestärkt einfach wirklich ich zu sein. In dieser Zeit hatte ich mit die witzigsten und tollsten Begegnungen überhaupt.
  6. Ich habe außerdem gelernt, dass Selbstliebe das erste ist, das gegeben sein sollte, wenn ich eine glückliche Partnerschaft führen möchte. Denn wie soll mich denn jemand anderes mögen können, wenn ich mich nicht mal selber mag? Was verlangen wir da eigentlich von unserem Partner? Wie soll uns jemand wirklich Lieben, wenn meine innere Einstellung mies ist?
  7. Als ich mit mir selber „klar“ war, als ich mich dann schon ganz in Ordnung fand kam auch ein ganz neues Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl auf. Denn ich konnte auch auf einmal ablehnen oder beenden, was mir nicht gut tat. Denn wenn wir uns selbst mögen, dann vermeiden wir die Menschen, Situationen und Dinge die uns schaden. Unsere innere Einstellung hilft uns dabei.
    Zu Rauchern z.B. sage ich „ich mag mich viel zu sehr, als dass ich mit Rauchen anfangen würde“.

Sodele. Genug geschrieben für heute. Ich freu mich sehr über eine Mail oder Nachricht von Dir. Wie leicht fällt es Dir, Deine innere Einstellung bewusst zu wählen?

Innere Einstellung

Comments (2)

  1. Thomas Jenny 12. Juni 2021
    • Dani 14. Juni 2021

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